Kindertagesstätten-Ausbau – Neue Betreuungsplätze

Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich die Stadt, um den Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesbetreuung zu erfüllen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. So wird in unserer stetig wachsenden Stadt jedes Jahr der aktuelle Bedarf anhand der eingegangenen Anmeldungen neu ausgewertet und der Politik vorgelegt.

Das vom Rat der Stadt Oldenburg am 30. Juni 2008 beschlossene „Konzept zum weiteren Ausbau von Kindertagesbetreuung in der Stadt Oldenburg“ wurde inzwischen zum vierten Mal fortgeschrieben. Die vierte Fortschreibung » (PDF, 0,5 MB) beschreibt die geplanten und zum Teil bereits umgesetzten Maßnahmen zum Kindertagesstätten-Ausbau.

Aktuelle Platzzahlen und weiterer Ausbau

Mit Beginn des neuen Kindertagesstätten-Jahres 2020 bis 2021 wurde zum 1. August die neue Kindertagesstätte in der Gerhard-Stalling-Straße mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen eröffnet. Zum 1. Oktober ist in der Hannah-Arendt-Straße eine Kita mit drei Krippen- und drei Kindergartengruppen an den Start gegangen. Mit Stand zum 1. Oktober 2020 gibt es dann in Oldenburg 1.929 Krippen- und 4.561 Kindergartenplätze.

Weitere Plätze folgen: Zum Ende des Jahres wird die Kindertagesstätte Heiliger Alexander mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände eröffnen. Ebenfalls in diesem Kindertagesstätten-Jahr 2020 bis 2021 geplant sind die Eröffnung einer Kindertagesstätte in der Bodenburgallee mit einer Krippen- und einer Kindergartengruppe sowie die Ergänzung des AWO-Sprachheilkindergartens in der Nadorster Straße um eine Regelkindergartengruppe.

Flexible Einschulung erhöht den Bedarf

Seit März 2018 können Eltern durch die Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes die Einschulung ihrer Kinder, wenn diese zwischen dem 1. Juli und 30. September das 6. Lebensjahr vollenden, um ein Jahr verschieben. Zum Kindertagesstätten-Jahr 2020 bis 2021 wollen in Oldenburg Eltern von 224 schulpflichtig werdenden Kindern davon Gebrauch machen und weiterhin einen Kindergartenplatz nutzen. Während das Land Niedersachsen ursprünglich davon ausgegangen war, dass Eltern für rund 20 Prozent der in Frage kommenden Kinder die Möglichkeit der flexiblen Einschulung wählen, sind es in Oldenburg in diesem Jahr tatsächlich rund 60 Prozent. Die hohe Zahl setzt die Kindertagesstätten-Bedarfsplanung unter Druck, kurzfristige Lösungen zu finden und stellt eine unsichere Variable in der Planung dar. Es wird vermutet, dass die erhöhte Zahl in diesem Jahr auch mit den Umständen der Corona-Zeit zusammenhängen könnte.